Die Hexe tanzt mit dem Froschkönig und der Bär bietet der Prinzessin den Arm. Wo gibts denn sowas? Na klar, beim Karneval. Beim Fasching. In der Fastnacht. Wenn alle die Jecken und Narren sich wild verkleidet ins Getümmel stürzen. Je bunter die Verkleidung, desto besser – dabei darf natürlich auch die bunte Schminke nicht fehlen.
Kann man sich die Farben eigentlich bedenkenlos ins Gesicht schmieren? Oder schadet die aufgemalte Schlumpfvisage vielleicht der Haut? Der Dermatologe Dr. Ralf Hinrichs hat seine Hautarztpraxis in der Karnevalshochburg Köln und kennt sich mit diesem Thema aus.
Grundsätzlich nicht. Die Produkte sind vom Hersteller auf Unbedenklichkeit getestet. Trotzdem können einzelne Menschen auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Das kann bei jedem Make-up passieren. Bei teurer Markenschminke genauso wie bei einer billigen Farbe aus der Drogerie. Dass ein Produkt grundsätzlich gesundheitsschädlich ist, kann sich kein Hersteller leisten.
Dunkle Töne können Nickel enthalten. Darauf reagieren einige Menschen allergisch. Wenn Sie wissen, dass Sie bestimmt Inhaltsstoffe nicht vertragen, lesen Sie sich vor dem Anwenden die Zusammensetzung durch.
Menschen, die unter Akne leiden, sollten fettarme Produkte auf Wasserbasis wählen. Wer trockene Haut hat, sollte etwas fettigere Schminke kaufen. Neurodermitis-Patienten mit einem akuten Entzündungsschub sollten sich überhaupt nicht schminken. Besteht lediglich die Neigung, aber kein akutes Ekzem, dann darf man sich ruhig ab und zu mal anmalen.
Auf der Verpackung sollte ein Verfallsdatum stehen. Da die Schminke in der Regel Konservierungsstoffe enthält, kann man die Farben vom letzten Jahr manchmal noch verwenden. Riecht das Produkt allerdings komisch oder haben sich die Phasen getrennt, werfen Sie sie lieber weg. Produkte auf Wasserbasis verfallen schneller als beispielsweise Wachsstifte.
Immer abschminken. Das gilt auch für Kinder. Und danach eine leichte Feuchtigkeitscreme auftragen. Das beruhigt die Haut.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
16.02.2012
Bildnachweis: Panthermedia/Michele Cacciapuoti
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